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Die Erziehung von Kindern hat sich im Laufe der Zeit sehr stark verändert. So haben der autoritäre Erziehungsstil und sein Gehorsam schon längst ausgedient. Kinder werden nicht mehr als „Objekte“ wahrgenommen, sondern als aktiv lernende und handelnde Individuen.
Partizipation bedeutet jedoch nicht, ‚Kinder an die Macht‘ zu lassen oder ‚Kindern das Kommando zu geben‘. Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Die gesetzliche Festschreibung, dass Kinder und Jugendliche das Recht haben, an Entscheidungen teilzuhaben, die ihr Leben und ihre Entwicklung betreffen, wird verstärkt versucht, den Partizipationsgedanken in der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu integrieren und zu verbreiten.

Sage es mir, und ich werde es vergessen.

Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern.

Beteilige mich, und ich werde es verstehen.

(Lao Tse ,6. Jh. v. Chr.)

 

„Kinder sind keine Fässer, die gefüllt,

sondern Feuer, die entzündet werden wollen.“

(Rabelais, o.J.)

 

„Menschen,

deren Leben durch eine Entscheidung berührt und verändert wird,

müssen an dem Prozess,

der zu dieser Entscheidung führt,

beteiligt sein und gehört werden“

(John Naisbitt, o.J.)

Partizipation wird in unserer Einrichtung vielfältig gelebt. Drei Punkte lassen sich hier darstellen:

• Mitwirkung und Information: Die Kinder werden über ein Projekt informiert und mit den Inhalten vertraut gemacht. Des Weiteren können sie Ideen und eigene Denkweisen formulieren. Dies kann mit  Hilfe eines Fragebogens oder eines Interviews geschehen. Ob ihre Ideen in die Umsetzung eines Projektes aufgenommen werden, wird jedoch nicht von den Kindern entschieden, sondern in einer Kinderkonferenz über Mehrheitsbeschluss.

•Mitbestimmung: Ein Konzept stammt von Erwachsenen, jegliche Entscheidungen und Umsetzungsschritte werden aber gemeinsam mit den Kindern getroffen. Den Kindern wird somit ein Beteiligungsrecht zugesprochen und sie bekommen das Gefühl, dazu zu gehören und für etwas mitverantwortlich zu sein.

•Selbstbestimmung: Ein Projekt wird von Kindern, basierend auf eigenen Ideen, durchgeführt. Erzieher/innen können es unterstützen und fördern. Jegliche Entscheidungen werden von den Kindern gefällt.